Eisrettung


Eine zu dünne Eisdecke birgt die Gefahr des Einbrechens. In dieser schwierigen Situation ist unbedingt Hilfe notwendig, doch bis die Feuerwehr kommt, könnte es zu spät sein

Grundsätzliches
Betreten sie Eisflächen nur, wenn sie absolut sicher sind, dass sie tragfähig genug sind, um nicht einzubrechen. Folgende Eisdicken gelten als Minimum für das Betreten von Eisflächen:
5 cm Einzelpersonen
8 cm Personengruppen
12 cm Schlittenfahrzeuge
18 cm sonstige Fahrzeuge (ist aber nicht zu empfehlen)
Selbstrettung


Die allerwichtigste Grundregel lautet: Ruhe bewahren und schnell und entschlossen handeln. Durch die Kälte verliert der Mensch im eiskalten Wasser sehr schnell die Handlungsfähigkeit. Der Körper ist der Kälte nicht gewachsen und reagiert mit der Herabsetzung der Körperfunktionen.

Wer einbricht, sollte versuchen sich am Eis festzuhalten oder darauf zu ziehen. Wenn das Eis weiter bricht, kann man sich mit Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer frei schlagen.
Durch Rufen auf sich Aufmerksam machen, damit andere Personen helfen können.

Rettung durch Helfer

Vorsicht!

• Tragfähigkeit des Eises prüfen
• Sich dem Eingebrochenen nie stehend näheren!
• Rettung muss im Liegen erfolgen! Das Körpergewicht wird so auf eine möglichst große Fläche verteilt. Wenn mehrere Retter zur Verfügung stehen, kann eine liegende Menschenkette bis zum Ufer gebildet werden (Eigensicherung).
• dem Eingebrochenen nicht die Hand reichen, sondern mit einem Gegenstand rausziehen (z.B. Leiter, Bretter, zusammengerollte Jacke, Skistock, Rettungswurfball, Rettungswurfleine usw.)

 

 

 

 

 

 


Nimmt die Feuerwehr mit einer Steckleiter die Rettung vor, wird diese mit einer Fangleine gesichert. So kann die Leiter mit dem Retter oder dem Geretteten von weiteren Helfern an das sichere Ufer zurückgezogen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Massnahmen bei Unterkühlung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


- Unverzüglicher Transport ins Krankenhaus

- Nasse Kleidung entfernen, in Decken hüllen

- Den Betroffenen in völlige Ruhelage bringen

- Gliedmaßen nicht massieren

- Ständige Kontrolle von Puls und Atmung

- Bei vorhandenem Bewusstsein heiße Getränke verabreichen! - Niemals Alkohol

- Notruf veranlassen